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Digitale Betriebsprüfung aus Sicht betroffener Unternehmen
Wo bleibt der Beitrag der Finanzverwaltung?
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Die Unternehmen erwarten von der Finanzverwaltung klare Vorgaben und Ausführungsbestimmungen zur digitale
Betriebsprüfung, sowie Verständnis für praktische Umsetzungsprobleme.
Demgegenüber wirkt die Finanzverwaltung mit ihren Einlassungen
merkwürdig blass. Alle die Einführung der neuen Prüftechniken
begleitenden Versprechungen wie kürzere Prüfungsdauern, keine
Ausweitung der Außenprüfung, zeitnähere Betriebsprüfungen oder
Vermeidung zusätzlicher Belastungen der Betriebe blieben bisher
sämtlich unerfüllt. Stattdessen werden die Steuerpflichtigen mit
kostenintensiven, teilweise exotischen und praxisfernen Anforderungen
konfrontiert, deren Sinn kritisch hinterfragt werden muss.
Roger Odenthal beschäftigt sich in seinem 6-seitigen Artikel mit folgenden Fragen und Defiziten:
- Was sind "steuerlich relevante Daten"?
- Wo äußern sich praxiserfahrene Betriebsprüfer?
- Moderne Prüfungstechnik versus Datenarchivierung
- Produktneutrale Formulierung von Anforderungen
- Berücksichtigung der Migrationsproblematik
Odenthal kommt zu dem Schluss: Viele Unternehmen bemühen sich
derzeit um eine Umsetzung der GDPdU-Anforderungen. Angesichts der damit
verbundenen Aufwendungen erwarten sie von der Finanzverwaltung klare und
widerspruchsfreie Vorgaben sowie die konstruktive Auseinandersetzung
mit praktischen Problemen. Die Steuerbehörden sind in diesem
Zusammenhang gefordert, den Sachverstand erfahrener Betriebsprüfer in
die Auslegung der neuen Vorschriften einzubeziehen. Weiterhin sollte
sie die Anwendung neuer Prüfungstechniken zum Anlass nehmen, tradierte
Prüfungsverfahren zu überdenken und zeitnäher, kürzer sowie mit
Schwerpunktprüfungen bei ihren Kunden zu erscheinen. Hiermit ließe sich
eine Vielzahl der aufgeführten Probleme vermeiden.
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Diese Seite wurde im August 2005 in das Forum aufgenommen und im
August 2005 zuletzt geändert.
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