Unternehmensberater Roger Odenthal beschreibt in diesem 24-seitigen
Artikel (Download siehe unten) die Mächtigkeit der digitalen
Ziffern- und Zahlenanalysen beim Einsatz von Prüfsoftware. Die
Darstellung der Beispiele erfolgt mit WinIDEA, der offiziellen
Prüfsoftware der Finanzverwaltung.
Computergestützte Prüfungstechniken und der damit verbundene Einsatz
von Prüfsoftware sind im Revisionsbereich weit verbreitet. Mit
herkömmlichen zahlenbasierten Auswertungsmethoden sind viele Prüfer
bereits vertraut. Doch Zahlenanalysen haben immer einen sehr
individuellen singulären Charakter.
Die digitale Ziffernanalyse ist demgegenüber auf unterschiedliche
Prüfgebiete übertragbar. Sie ist, ergänzend und in der Hand eines
erfahrenen Prüfers eingesetzt, ein wirkungsvolles Hilfsmittel, um
Probleme im Zahlenwerk eines Unternehmens zu erkennen.
Analysen
Der Artikel befasst sich mit folgenden Analysen:
- Digitale Ziffernanalyse (Benford)
- Aktionen an Wochenenden und Feiertagen
- Zahlenpositionen mit hohem Differenzfaktor
- Splitting von Beträgen oder Aufträgen
- Kritische (Buchungs)texte
- Ermittlung gerundeter Beträge
- Feststellung von Mehrfachbelegungen
- Ermittlung von Ausreißern (hohe Beträge)
- Mitarbeiter-Lieferanten-Abgleich
- Lieferanten/Kunden mit außergewöhnlichen Merkmalen
- Ermittlung gesperrter Lieferanten
- Suche nach mehrfach gezahlten Rechnungspositionen
- Analyse der Entwicklung von Kennzahlen
- Auswertung von Telefonlisten
Anwendungsspektrum
Die dargestellten Analysetechniken eröffnen nach praktischer
Erfahrung ein weites Anwendungsspektrum und tragen zur Aufhellung
vielfacher Sachverhalte bei, unter anderem
- Ermittlung von Doppeltzahlung
- Suche nach gefälschten Belegen
- Probleme bei der Datenmigration und Altdatenübernahme auf neue Systeme
- Unterstützung der Steuerverprobung
- Einkauf zu überhöhten Schwellenpreisen
- Splitting von Aufträgen und Zahlungen
- großzügig aufgerundete Zahlungen
- Splitting von Anlagevermögen
- Konzentration gleichlautender Zahlungen und Bestellungen auf Lieferanten
- Manipulation bei Reisekostenbelegen
- Inventurprobleme
- Häufung niedrig wertiger Zahlungen
- wiederkehrende Gutschriften und Testvorgänge im Buchungsjournal
- häufige Buchungskorrekturen
- und viele weitere mehr
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