Blick in den elektronischen "Folterkasten" des Fiskus
Von Peter tom Suden
Peter tom Suden Peter tom Suden ist Steuerberater. Er praktiziert in Cuxhaven und
arbeitet daneben an Lösungen zur Organisation des Rechnungswesens in
Klein- und Mittelunternehmen sowie an Modellen zur Kanzleiorganisation
in kleinen und mittelgroßen Steuerberaterkanzleien Von 1993 bis 2004
war er Mitglied des Vorstands der DATEV eG.
Die Prüfsoftware IDEA ist längst nicht das einzige elektronische Mittel, mit dem sich die Finanzverwaltung Informationen über steuerpflichtige Unternehmen beschafft. Das Internet ist eine riesige Datenbank mit unglaublichem Langzeitgedächtnis. Schon einfache Recherchen ergeben mehr, als die Steuerpflichtigen in ihren Steuerakten offenbaren. Dazu bedarf es nicht einmal einer Spezialsoftware wie Xpider, bereits Standardtools wie WebSite-Watcher liefern aufschlussreiche Informationen. Wenn schließlich - vermutlich 2013 - dem Fiskus neben der Anlage EÜR die Anlage BIL sowie die statistischen Daten auf Konten- und Buchungssatzebene zur Verfügung stehen, kann die Finanzverwaltung ihren risikoorientierten Prüfungsansatz voll entfalten.