Mitarbeiterkriminalität ist immer auch mit Steuervergehen
verbunden. Daher sind die (computergestützten) Prüfungsmethoden zur
Aufdeckung von Kriminalität am Arbeitsplatz ähnlich den
Prüfungsmethoden der Finanzverwaltung. Unternehmensberater Roger
Odenthal, Spezialist für EDV-Revision, SAP-Prüfung, Deliktrevision und
DV-Einsatz im Revisionsbereich, sowie regelmäßiger Autor dieses Forums
beschäftigt sich in seinem Buch
ausführlich mit dem Betrug der eigenen Mitarbeiter am Unternehmen.
Dieser Begtrug hat sich zu einem nicht zu unterschätzenden Risikofaktor für die
Wirtschaft entwickelt. Jährlich entstehen Schäden in Milliardenhöhe.
Der Autor zeigt Handlungsmuster und Schwachstellen im Unternehmen und
gibt Ratschläge zur wirksamen Prävention.
Kriminalität am Arbeitsplatz hat sich für ein ernstzunehmendes
Problem für die Unternehmen entwickelt. Die Beispiele der Londoner
Bahrrings-Bank, von ENRON oder COMRAD zeigen, dass, genügend kriminelle
Energie vorausgesetzt, selbst einzelne Mitarbeiter in der Lage sind,
den Bestand großer Unternehmen zu gefährden. Betriebe, die sich diesen
Problemen zuwenden, müssen sich mit einem Phänomen auseinandersetzen,
welches ihnen im täglichen Erleben in der Regel fremd bleibt.
Abseits von den vielfach angebotenen Statistiken zu vermuteten
Kriminalitätsschäden versucht dieses Buch dem Leser einen Einblick in
das Denken des Täters, seinen Motivationen und Nöte zu geben. Auch die
Tat selbst wird mit ihren einzelnen Elementen und Abläufen analytisch
betrachtet. Aus dem besseren Verständnis von Tat und Täter entwickeln
sich für den Leser zwangsläufig die Ansatzpunkte für eine Eingrenzung
der Mitarbeiterkriminalität im eigenen Unternehmen. Hierbei wird
besonders intensiv auf die Funktion präventiver Maßnahmen für eine
nachfolgend erfolgreiche Prüfung eingegangen.
Dem Fachmann aus der internen Revision und Wirtschaftsprüfung werden
die Schwachstellen von Mitarbeiterdelikten anhand vieler Beispiele und
Fallstudien vermittelt und hieran anknüpfende Prüfungshandlungen
aufgezeigt. Besonderen Raum nehmen in diesem Zusammenhang
computergestützte Prüfungsverfahren ein, die hinsichtlich ihrer
Wirksamkeit und ihrer Grenzen ausführlich vorgestellt werden. Für
Unternehmen, die sich trotz aller Vorsichtsmaßnahmen aktuell mit einem
Mitarbeiterdelikt auseinandersetzen müssen, finden sich in dem Kapitel
"Untersuchung" konkrete Handlungsanweisungen.
- Wer ist zu informieren?
- Welche Untersuchungsstrategie ist angemessen?
- Was darf der Prüfer?
- Welche Schutzrechte hat der verdächtige Mitarbeiter?
- Wie sollte mit dem Betriebsrat umgegangen werden?
Diese und weitere Fragen werden ausführlich und mit zahlreichen Beispielen behandelt.
Ein gesondertes Kapitel beschäftigt sich mit der Befragung eines
Verdächtigen. Diese bietet aus Sicht des Autors weiten Raum für Fehler
aller Art, beginnend bei einer unzureichenden Gestaltung der
Befragungssituation bis zu dem Übersehen von Signalen für
offensichtliche Unrichtigkeiten bis hin zur Nichtbeachtung von Rechten
eines Verdächtigen.
Ein gesondertes Kapitel beschäftigt sich mit der Befragung eines
Verdächtigen. Diese bietet aus Sicht des Autors weiten Raum für Fehler
aller Art, beginnend bei einer unzureichenden Gestaltung der
Befragungssituation bis zu dem Übersehen von Signalen für
offensichtliche Unrichtigkeiten bis hin zur Nichtbeachtung von Rechten
eines Verdächtigen.
Aus dem Inhalt
- Einordnung und Abgrenzung wirtschaftskrimineller Handlungen
- Merkmale wirtschaftskrimineller Handlungen
- Sicherheitsstand und Risiken im eigenen Unternehmen
- Präventive Strategien
- Prüfungsstrategien und -methoden
- Rechtliche Implikationen
- Fallbeispiel: Vom ersten Signal bis zum Abschluss einer Untersuchung
Zielgruppe
Interne Revisoren, Steuerberater, Wirtschaftsprüfer, Insolvenzanwälte, Rechnungsprüfer |