2006 - ein erfolgreiches Jahr für die sächsische Betriebsprüfung
In Sachsen wurden im Jahr 2006 von den
Betriebsprüfern der Finanzämter insgesamt 10.083 Außenprüfungen
abgeschlossen. Das bedeutet eine leichte Steigerung gegenüber dem
Vorjahr (2005: 9.875 abgeschlossene Prüfungen). Dafür waren circa 420
Prüfer aus den acht Betriebsprüfungsstellen und bei der Prüfung so
genannter Kleinstbetriebe weitere 160 Beschäftigte aus allen
Finanzämtern Sachsens im Einsatz. Diese Zahlen gab heute Sachsens
Finanzminister Dr. Horst Metz in Dresden bekannt.
Metz: “Die Betriebsprüfer unserer Finanzämter waren
2006 sehr erfolgreich. Sie haben ihre Ergebnisse in allen wichtigen
Bereichen verbessert. Die Prüfer tragen sehr zur Steuergerechtigkeit
bei. Ein gleichmäßiger und gerechter Vollzug der Steuergesetze ist für
die Akzeptanz des Steuerrechts bei Bürgern und Unternehmen von großer
Bedeutung. Außerdem zeigen die Ergebnisse der Betriebsprüfung die hohe
Effizienz der sächsischen Steuerverwaltung“
Aus den Außenprüfungen ergaben sich im Jahr 2006
Steuernachzahlungen von insgesamt 329,3 Millionen Euro, von denen rund
70 Prozent durch die Prüfung von Großbetrieben erzielt wurden. Im
Vorjahr beliefen sich die Mehrsteuern auf etwa 180 Millionen Euro.
Die Höhe der Mehrsteuern in einem Jahr wird
wesentlich von zwei Faktoren beeinflusst. Zum einen gibt es in der
Regel einige wenige, besonders ergebnisträchtige Einzelfälle. So
ergaben sich alleine aus den 10 Prüfungen mit den höchsten
Nachforderungen im letzten Jahr Mehrsteuern in Höhe von 152,5 Mio. EUR
(2005: 56,7 Mio. EUR). Zum anderen hinterlässt die allgemeine
wirtschaftliche Entwicklung ihre Spuren in den Mehrergebnissen der
Betriebsprüfung.
Die Betriebsprüfung ist eine vom Finanzamt im
Außendienst vorzunehmende Gesamtüberprüfung steuerlich relevanter
Sachverhalte. Mit ihr ermitteln, prüfen und bewerten die Finanzbehörden
die Verhältnisse eines Steuerpflichtigen, um die Gleichmäßigkeit der
Besteuerung sicherzustellen.
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